Oktober 2026

Der Monat ging einerseits schnell vorbei, andererseits fühlte er sich wie 10 Jahre an. Der Anfang war geprägt von einem unangenehmen Arbeitsevent und noch mehr Arbeitsstress, von dem ich mich auch kaum in der Woche Urlaub Ende des Monats so richtig erholen konnte. Immerhin diverse Artztermine geschafft und einige schöne Treffen mit Freundinnen gehabt. Außerdem habe ich ein neues Gym ausprobiert und für so toll gefunden, dasss ich direkt gewechselt bin.

Spiele: Und noch eine Storyline von Octopath Traveler II beendet! Außerdem haben wir an Halloween das Rollenspiel Pirate Borg gespielt, was ich überraschend gut fand. Nur leider war meine Partizipation sehr gering, weil nach 2min mein Charakter starb und als der neue Charakter endlich auftauchen konnte, fing Panka an Bauchprobleme zu haben, mit denen ich erstmal beschäftigt war. So bin ich nicht wirklich zum spielen gekommen, meh. Aber es soll einen zweiten Termin geben, dann kann ich hoffentlich etwas mehr mitmachen.

Bücher:
8 Bücher beendet, unter anderem:

  • Dear Britain von Anette Dittert: Das Buch beinhaltet etwa 11 Essays zu diversen Themen wie er Themse oder dem Selbstverständnis der Engländer. Immer etwas politisch, aber sehr nah an den einzelnen Menschen und nicht zu schwer. Wirklich tolles Buch für mich als UK Fan.
  • Slow Gods von Claire North: Eine Space Opera über eine lange Zeitspanne, hat mir sehr gut gefallen und leider fand ich es auch sehr realistisch, dass viele Leute es einfach ignorieren, wenn ihr Stern bald zu einer Supernova wird.
  • The Book Club for Troublesome Women von Marie Bostwick: Insgesamt eine eher cozy novel, wo man doch ein Auge zukneifen muss, aber habe ich trotzdem sehr gerne gelesen. Es geht um eine diverse Gruppe von Frauen in den 60ern, die einen book club gründen und darüber über sich hinaus wachsen.
  • Strangers: A Memoir of Marriage von Belle Burden: Es geht hier um stinkreiche Leute, wo sich der Mann wie aus dem nichts von seiner Frau trennt. Es passiert letztendlich nicht allzu viel skandlöses, aber irgendwie war ich trotzdem sehr hooked.
  • Kankos Reise von Rin Usami: die 17jährige Kanko ist depressiv und verkriecht sich in ihrem Zimmer. Ein Roadtrip mit ihrer dysfunktionalen Familie bringt einiges ins Schwanken. Eine recht kurze Geschichte von 162 Seiten, manchmal zog sie sich, aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.

Serien:

  • Mrs Maisel : Zwischendurch schwächelte die Serie, aber ich mochte die letzte Staffel mit ihren Zeitsprüngen sehr. Eine ganz tolle Serie, die vorher komplett an mir vorbeigegangen war.
  • Walter Boys S3: Liefert, das was man erwartet, teen Drama.
  • Margo’s got money trouble S1: Das Buch fand ich ganz witzig, die Serie schafft es auch diesen Witz einzufangen, was vor allem an dem guten Cast liegt.

Filme: Huch, das war irgendwie außergewöhnlich viel.

  • South: Die erste Dokumentation ever? Sie handelt von der Shackleton Antarctic Mission 19-14-1916, veröffentlicht wurde das Material 1919. Vom Bildmaterial her interessant, aber doch etwas langatmig.
  • 20th Century Women: Der Film spielt in den 70ern und handelt von mehreren Frauen unterschiedlichen Alters. Lohnt sich schon allein für Greta Gerwig als Punk mit pinken Haaren.
  • The Drama: Ich mag Robert Pattinson und Zendaya, ich fand den Film sehr gut gemacht und unterhaltsam, nur ein bisschen underwhelming, weil ich das Drama um „diese Sache“ (will nicht spoilern) nicht verstanden habe.
  • Dorks & Damsels (im original Astrópia): Mein erster isländischer Film. Der steht schon ewig auf meiner Liste und endlich konnte ich ihn sehen. Hildur, ein lokales IT-girl, fängt aus Geldmangel an in einem Nerdladen zu arbeiten und entdeckt die Welt der Nerds und Rollenspiele. Sehr lustig und geht trotz des Alters (von 2007) sehr viel besser mit den Frauen-Figuren um als Big Bang Theory.
  • The End of Oak Street: Leider wusste ich schon, worum es gehen wird, sodass es keinen großen Überraschungseffekt gab. Ich fand den Film durchschnittlich, aber nicht so schlecht wie erwartet. Für’s Popcorn-Kino reicht er.
  • Brian and Charles: ein Einsiedler baut einen Roboter und die beiden erleben lustige Dinge. Hat mich nicht ganz so abgeholt, wie ich dachte, und ich fand den Film überwiegend langweilig, schade.
  • Backrooms: Ich fand die Optik des Films super gruselig, sicherlich kennen viele diese Albträume, die man von leicht surrealen Räumen hat. Leider schwächelt der Film dann an der Auflösung.

September 2026

Der September stand im Zeichen meiner Lieblingsband Oasis. Zunächst einmal war da die heiß ersehnte Dokumentation zur Tour 2025, mehr dazu siehe unten. Zu diesem Anlass habe ich eine online Freundin für einen gemeinsamen Kinobesuch zum ersten Mal getroffen und spoiler, einige Wochen später haben wir einen Trip nach Manchester gebucht. Aber von vorne. Die Doku wurde in Venedig zu den Filmfestspielen präsentiert und es waren tatsächlich beide Brüder da. Ich glaube das war der erste gemeinsame, öffentliche Termin abseits der Konzerte. Es war wieder mal alles sehr surreal. Nach der Veröffentlichung der Doku wurde ein Announcement mit kleinen Trailern angekündigt. Das große Announcement hat, wie schon vermutet, eine weitere Tour in 2027 verkündet, diesmal mit dem Fokus auf Europa, einer residency in Manchester, sowie dem lange spekulierten Knebworth. Was ich sehr überraschend fand: die Ticketkäufe sollten ausschließlich über Codes laufen. Ich war super nervös, weil ich bei so was selten Glück habe, während ich in der freien Wildbahn eigentlich gut darin bin Konzerttickets zu ergattern (nunja, wenn man meistens nur 1 Konzertticket braucht, ist es einfacher). Gefühlt haben alle Menschen Codes bekommen und meine Stimmung wurde immer schlechter. Immerhin hatte eine Freundin nach hartem Kampf ein Ticket für München für mich mit ergattert, das war schon mal etwas beruhigend. Aber um ehrlich zu sein, mein eigentlicher Traum war natürlich Oasis in Manchester zu sehen. Oder zumindest Glasgow, hauptsache UK, weil da die Stimmung einfach am besten ist. Dann nach zwei Tagen Warterei haben meine Oasis-Freundin und ich endlich zeitgleich Codes für Manchester bekommen. Mir war schlecht vor Aufregung, mein Puls so hoch wie beim Sport. Die Kampfzentrale wurde aufgebaut, zwei Rechner, ein Handy. Dann war es so weit und ich war nur auf Platz 700 für Manchester Night One. Andere Warteschlangen ähnlich gut. Theoretisch hätte ich für 10 Termine Karten kaufen können. (Zum Vergleich: 2025 war ich irgendwo im fünfstelligen Bereich gestartet). Und nach 4 Minuten hatte ich wunderbare Plätze für Manchester Night One gekauft. So einfach, so schnell. Dann kurze Besprechung, wir gehen all in, die Freundin hat mit ihren Codes Manchester Night Two gekauft. Also sehen wir sie sogar zwei Mal in Manchester. Und ich bin nicht alleine da. Ich habe es noch immer nicht realisiert und das werde ich wohl erst tun, wenn ich im Etihad Stadium bin. Da wo ich 2024 auf dem Weg zum Konzert der Definitely Maybe Tour vorbeigegangen bin und mich gefragt hab, wieso Liam das in der Arena macht und nicht im Stadium nebenan. Und nur 3 Jahre später werde ich dann doch da sein. Ich kann es einfach nicht fassen. (Nach München gehe ich natürlich trotzdem, weil man nie genug Oasis-Konzerte besuchen kann).

Spiele: Ich habe die erste Storyline in Octopath Traveler II durchgespielt, whoop whoop. Der Endgegner war echt eine harte Nuss. Jetzt weiß ich nicht, ob ich mich noch zu den anderen Storylines motivieren kann…. Mein ständiges Problem, dass mir viele Spiele zu lang sind und zu viel Content haben.

Bücher:
Diesen Monat waren es 11 Bücher, unter anderem:

  • The Awakening and Other Short Stories von Kate Chopin: Das Geschichte wurde 1899 verfasst und handelt von der jungen Ehefrau eines reichen Mannes in den Südstaaten der USA. Für mich ein sehr ungewöhnliches Setting, teils etwas schwierig zu lesen, aber insgesamt natürlich spannend, dass es schon zu dieser Zeit solche feministischen Erzählungen des „Ausbruchs“ aus dem Patriarchat gab.
  • Unmöglicher Abschied von Han Kang: Ich fand es etwas schwierig, der Erzählung zu folgen, weil die Hauptperson eine unreliable narrator ist und mir der historische Kontext fehlte.
  • Etna von Paul Yoon: Die Erzählung handelt von einem Minensuchhund in einem fiktiven Kriegsgebiet. Natürlich habe ich mich vorher über content notes erkundigt, die klangen okay und das Buch ist relativ kurz mit 208 Seiten. Geschichten aus Tierperspektiven sind oft schwierig für mich, aber ich fand es sehr schön und gut gemacht. Letztendlich sind die großen Themen Heimat und Identität, aber eben aus der Perspektive einer Hündin (ich erinnere mich nicht mehr, welches Geschlecht der Hund hat, aber für mich war es eine Hündin).
  • The Names von Florence Knapp: Im Prinzip behandelt das Buch drei was-wäre-wenn-Szenarien ab. Es war doch anders, als der Klappentext vermuten ließ, ich dachte, die Bedeutung der Namen hätte eine größere Rolle. Aber trotzdem hat mir das Buch extrem gut gefallen. Neben Etna mein Highlight des Monats.
  • The Odyssey von Homer / Emily Wilson: Bin kein Fan von antiken Geschichten und habe schon wieder 80% des Inhalts vergessen…. Aber ich war sehr interessiert an der Übersetzung von Emily Wilson, weil sie bewusst einfachere und „normalere“ Sprache verwendet hat, anstatt das hochgestelzte Gesülze, das einen oft bei Übersetzungen antiker Erzählungen erwartet. Die Verse waren bewusst im iambischen Pentameter gefasst, wovon ich aber nichts gemerkt habe, weil ich mich mit Versmaßen schon immer schwer getan hab. Aber trotzdem war es schön, die Geschichten von Claire Danes vorgelesen zu bekommen und ich fand es aus der übersetzerischen Perspektive wirklich gelungen.
  • Dungeon Crawler Carl von Matt Dinniman: Es war nicht so schlimm wie erwartet, aber ich bin umso fassungsloser, dass dieses Buch so viel anklangt findet.
  • Nemesis‘ Töchter von Tara-Louise Wittwer: eins von den drei Sachbüchern, die mir sehr gefallen haben. Eine erschreckende Abhandlung über die Geschichte des female rage. Und Nemesis ist jetzt auf jeden Fall meine Lieblingsgöttin.
  • Identitätskrise von Alice Hasters: Der Titel sagt, worum es geht, um die Krise der Identität, die zwischen Eigenwahrnehmung und Realität nicht so ganz deckungsgleich ist. Hat mir auch gut gefallen.
  • Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf von Jean-Philippe Kindler: Mein Sachbuch-Favorit des Monats. Auch hier ist Identität ein Thema, bezieht sich jedoch mehr in Bezug auf Kapitalismus und wie Selflove radikal vermarktet wird, natürlich um Gewinne zu realisieren und das Individuum für sein Glück verantwortlich zu machen und von der Gemeinschaft weg zu rücken. Es behandelt aber auch die Tendenz von vielen Linken, Linkssein so sehr in diverse Identitäten und Subgruppen abzuspalten, dass am Ende jeder alleine da steht.

Serien:

  • Mrs Maisel S1-S3: Im September angefangen und bis zur Mitte der 3. Staffel vorgearbeitet. Lieb die Serie sehr. Es geht um eine Standy Up Comedienne in den 50ern, die aus einer upper class jüdischen Familie aus New York kommt.
  • Nine Perfect Strangers S2: Der completionist in mir wollte die Serie zu Ende gucken, aber oh boy, die Staffel war sehr langweilig, obwohl da einige tolle Stars waren wie Christiane Baranski und Annie Murphy
  • Silo S3: Die zweite Staffel fand ich nicht so gut, dafür war die dritte Staffel

Filme:

  • O Brother, Where Are Thou?: Fand ich ganz ok.
    Spider: Mit Ralph Fiennes mal wieder in einer typischen Ralph Fiennes-Rolle. War mir stellenweise etwas too much Eraserhead-Gedenken.
  • Spider: Mit Ralph Fiennes mal wieder in einer typischen Ralph Fiennes-Rolle. War mir stellenweise etwas too much Eraserhead-Gedenken.
  • Oasis: Don’t look back in anger: Ich hatte schon einiges vorab gelesen und auch mein erster Eindruck war, wieso sind da so viele Fangeschichten, wen interessiert das. Insgesamt war die Doku eher ein Image-Film für Leute, die die Band gar nicht kennen oder erst vor kurzem kennengelernt haben. Liam wurde mal wieder als irrer Idiot und Noel als sein Opfer dargestellt, mit den üblichen alten Videoclips und die Proben so geschnitten, dass Liam wie eine Diva wirkt. Ich hätte es schöner gefunden, wenn man ihm zugestanden hätte, wieviel Arbeit er in seine Karriere und Stimme seit 2017 gesteckt hat. Aber es wird ihm eh egal sein wie er dargstellt wird und von Noel gab es zumindest ein kleines Lob, er klinge als ob er 30 Jahre jünger wäre (was exakt mein Gedanke war beim ersten Gig). Bei den ersten Szenen von den Proben fühlte ich mich massiv getrollt als Noel mein absolutes Hasslied Columbia anstimmte, das ja letztendlich nicht auf der Setlist gelandet ist und ich bete zu allen Göttinnen, dass es 2027 auch nicht gespielt wird. Naja, ich hätte mir ein Interview mit Liams Frau/Manager Debbi gewünscht, weil sie vermutlich maßgeblich für die Reunion verantwortlich war, sowohl von privater als auch von professioneller Seite aus. Auch schön wäre ein Interview mit Mama Gallagher gewesen, aber in ihrem Alter hat sie vermutlich auf so was keine Lust mehr. An der Doku haben mir die Konzertclips extrem gefallen, die Musik war super abgemischt und ich hätte gerne ein ganzes Konzert gehabt anstatt nur Ausschnitte, vor allem haben sie Aquiesce vor der besten Stelle abgeschnitten… nun ja, also nicht so ganz meins, aber ja, die Stimmung unter den Fans wurde schon halbwegs realistisch eingefangen. In der Realität war es aber hundertmal intensiver und ich bin sehr happy, das miterlebt zu haben.

August 2026

Der August war gefühlt mehrere Monate lang, aber auf eine gute Art! Zwei sehr schöne Urlaube haben wir gemacht. Einmal mit den Hundis in Holland am Meer, wo wir auch schwimmen gehen konnten (naja, Panka blieb lieber am Strand). Und dann ohne Hundis auf der andere Seite in Portsmouth, England, wo wir sehr viele alte Schiffe und U-Boote besichtig haben. Besonders angenehm in Portsmouth war der fehlende Massen-Tourismus, es gab fast nur englische Touristen und dann auch keine der Sorte, die nur für ihren Instagram Account anreisen. Dann gab es Ende August noch diverse Treffen mit Freundinnen und Bekannten, sodass der Urlaub/August einen schönen Ausklang hatte. Und endlich endlich ist dieser Höllensommer vorbei.

Spiele: Cozy Grove Spirit Camp hat mich leider doch schnell gelangweilt. Mal finde ich Spiele, wo ich tägliche Pflichten erledigen muss irgendwie total toll und bin richtig süchtig danach. Und dann fühlt es sich nur wie ein Job an und das muss dann nicht sein. Generell hatte ich wenig Spielelust, aber das lag sicher auch am Wetter.

Bücher:
Sehr viele Bücher geschafft, und zusätzlich auch ein paar Manga, die ich aber alle nicht so toll fand.

  • The Correspondant von Virginia Evans: Mein Highlight des Monats! Die Geschichte wird anhand von diversen Briefen erzählt, das ist etwas ungewöhnlich, funktioniert aber sehr gut. Ich brauchte etwas Anlauf um reinzukommen, die Protagonistin ist auch nicht sonderlich sympathisch, aber das Buch war am Ende sehr spannend und berührend.
  • Der Untergang kann warten von Pia Lamberty: Ich mochte den Aufbau mit den relativ kurzen Kapiteln, inklusive kleiner Zusammenfassung. Es ist kein Ratgeber, sondern untersucht die psychologischen Hintergründe der Angst „vorm Untergang“ (in Bezug auf die aktuelle politische Lage und den Klimawandel). Aber die Hintergründe können dabei helfen, selbst mit Ängsten und Sorgen umzugehen.
  • Mit Physik auf der Suche nach dem Sinn des Lebens von Tim Vollert: Es hat sich viel getan, seitdem ich zuletzt über aktuelle Physik/Astronomie gelesen habe und ich war stellenweise sehr schockiert, was man mittlerweile als gegeben annimmt. Die Komponente mit dem Sinn des Lebens fand ich auch ganz interessant, aber vielleicht ist es auch für manche Leute sehr beängstigend nochmal genauer nachzulesen, wie klein und unbedeutend ein einzelner Mensch in Relation zum Weltraum ist.
  • Frau Shibatas geniale Idee (im engl. Diaries of a Void) von Emi Yagi: Ich muss sagen, der Titel hätte mich fast abgeschreckt, da finde ich den englischen deutlich passender. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es war abgedreht und etwas surreal, auch sehr bissig.
  • Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah (im engl. On the Balance Beam) von Cho Nam-Joo: auch hier finde ich den englischen Titel deutlich passender. Es geht um eine mittelalte Koreanerin, die plötzlich ihren Job verliert und nun auch droht obdachlos zu werden, weil ihr Elternhaus (sie lebt bei ihren Eltern) neuen Wohnungen weichen soll. Aufgrund der vielen Zeitsprünge würde ich die Geschichte eher nicht als Audiobuch hören, aber ansonsten war es ganz interessant, diese koreanische Perspektive zum Thema präkeres Wohnen zu lesen.
  • The List von Yomi Adegoke: Dieses Buch ist auf Goodreads sehr kontrovers und vorwiegend negativ aufgenommen worden. Es geht um Feminismus, insbesondere „Internet-Aktivismus“, man sollte schon Twitter und Social Media kennen, um der Geschichte folgen zu können. Ich fand das Gedankenexpiriment sehr interessant, aber bin unschlüssig, ob ich das Buch nun gut fand oder eher nicht.
  • Tokyo Girls Club (im engl. Hooked) von Asako Yuzuki: Same same mit dem Problem, dass der deutsche Titel nicht wirklich passt. Es geht um eine Frau, die im Großhandel für Fische arbeitet und anfängt einer „Hausfrauen-Bloggerin“ obsessiv zu folgen. Hat mir wie auch schon Yuzukis gehypte Roman Butter sehr gut gefallen.
  • Brimstone von Callie Hart: Die Fortsetzung von Quicksilver, einem weiteren Vertreter des Fae-Romance-Genres. Den ersten Band mochte ich noch irgendwie, aber den Nachfolger fand ich leider sehr langweilig. Ich glaube das liegt daran, dass das Booktok-Publikum Bücher mit Dialogen präferiert und ich diese ständigen Dialoge einfach als eine lange Abfolge von sehr drögen Meetings empfinde, da reicht es mir auch nicht, dass die Meetingteilnehmer alle sexy fae sind, es bleibt ein Meeting that could have been prose text.

Serien:

  • Kaulitz & Kaulitz S3: Unterhaltsam und kurzweilig wie schon die vorherigen Staffeln.
  • House of the Dragon S3: Hab schon wieder fast alles vergessen, es gab Tode und Wendungen, aber spannend fand ich die Staffel trotzdem nicht.
  • Knight of the Seven Kingdoms S1: Hier habe ich wohl die Serie aus dem GRRM-Universum gefunden, die mir bisher am besten gefällt. Und dass obwohl ich den gelegentlichen Fäkalhumor sehr nervig fand. Aber die Story erinnerte mich an die Canterbury Tales or Le Morte d’Arthur. Hätte gut gepasst, wenn die Sprache in der Serie Mittelenglisch gewesen wäre, aber war auch mit aktuellem Englisch unterhaltsam und gut gemacht.
  • Silo S3: Die zweite Staffel fand ich nicht so gut, dafür war die dritte Staffel einfach nur großartig. Die zweite Story-Ebene, die die Vergangenheit beleuchtet und das Staffelfinale waren größartig. Am schönsten finde ich, dass Staffel 4 schon fertig ist und die letzte Staffel sein wird, also, wir kriegen hoffentlich ein gutes, rundes Ende. Leider versacken die meisten Serien entweder in ewig vielen Staffeln oder enden mit der Absetzung.
  • Sterling Point S1: Another teenage drama. Am Anfang fand ich die Serie doof und man muss beim Setting auch einige Augen zudrücken, aber die Freundschaft zwischen den Mädchen ist einfach sehr cute gemacht.
  • Ted Lasso S4: Hier drücken wir auch ein paar Augen zu, wieso Ted Lasso doch wieder nach Richmond zurückkehrt, um nun ein neues Frauen-Team aufzubauen. Ich freue mich aber und mag die vierte Staffel bisher genauso wie die vorherigen. Dieses Jahr war ich nicht in meinem geliebten Richmond, also kann ich wenigstens etwas in der Serie sehen.

Filme:
The good one:
„Was haben wir gelacht“ mit u.a. Hella von Sinnen, Esther Schweins und Gaby Köster. Hat mir äußerst gut gefallen, ein Rückblick auf die Karrieren von Frau in der deutschen Comedy/Talkshow-Szene um die 90er Jahre herum. Meine kleine Genugtuung war, dass Harald Schmidt nicht gut weg kam. Als ich Teen war, galt es als cool und „intellektuell“ seine Show zu mögen, ich mochte ihn schon damals nicht. Die Frauen waren damals für mich eher eine Randerscheinung, aber wenn ich heute die alten Clips sehe, kann ich das mit einem anderen, befreiteren Blick tun.
„Ocean with David Attenborough“ – ich dachte, das wird jetzt eine nette Doku über das Meer mit Attenboroughs sympathischer Erzählstimme. Nein, es war eher eine Abrechnung mit der Menschheit und ein dringender Appell an jene, die Meere möglichst bald zu retten. Sehr hart anzusehen, aber umso wichtiger.

The bad ones:
„Obsession“ – wurde sehr gefeiert, ich weiß bis heute nicht, was ich von dem Film halte. Er wirkt auf mich misogyn, während andere sagen, er wäre genau deswegen feministisch.
„Disclosure Day“ – es ist ein Steven Spielberg Film, wie er in den 80/90ern hätte laufen können und das ist das große Problem daran, wir leben in anderen Zeiten und Spielberg überschätz die Macht vom klassischen Fernsehen.
„The Last House“ – ich bin nicht die einzige, die dachte, dass der Film von einer KI gemacht wurde und ich bleibe auch dabei. Die Kamerafahrten, die teils unrealen Dialoge, die ganze Story. Da hat eine KI „geholfen“ und das Ergebnis war leider nicht gut.